Teil eines Werkes 
Bd. 8Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 2 (1857)
Entstehung
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367 Stadion mit ſeinem Weltblick und eigenthümlichen In⸗ ſtinkte für heimliche Herzensverhältniſſe dieſe neue Stim⸗ mung in Forſter's Hauſe bemerkt und begriffen hatte, ließ ſich dieſem heiteren, feinen Geſellſchafter nicht anſehen. Unſerem jungen Freunde ſollte der Zufall etwas davon offenbaren.

Als nämlich Franz Karl Nachmittags bei guter Zeit an Forſter's Wohnung kam, ſtand Marianne, die Magd, unter der Haustreppe, mit einem Burſchen ſchäkernd, der im Schönborn’'ſchen Garten Birnen brechend über die hohe Mauer ſah, und der munteren Magd die ſchönſten herab in die Schürze warf. So kam der Freund ohne Klopfen ins offene Haus, und da er das Empfangszimmer leer fand, ging er die Treppe hinauf zu Forſter’s Studir⸗ ſtube. Er hörte auf den oberen Tritten den Freund feier⸗ lich ſprechen, und lauſchte einen Augenblick, um an der Antwort die Stimme des anweſenden Beſuchs zu erken⸗ nen. Doch ſtatt einer Erwiderung hörte er nach einer augenblicklichen Stille Forſtern mit wehmüthiger, weicher Stimme fortfahren:

Seht, ſo ſuche ich nur und ſinne, wie ich unſer ge⸗ meinſchaftliches Beſte befördern könne. Das iſt mein Ein und Alles. Freilich hängt die Art des Wie ſehr von den Umſtänden ab, und darum ſchlage ich bald Dies, bald Jenes vor, ſage euch jeden Gedanken, theile euch jede An⸗ ſicht mit, die ich eben habe. Denn nichts iſt in ſolcher Lage feſt; Alles ſchwankt vor uns, bis wir einmal zu⸗ gegriffen und entſchieden haben werden. Verdacht? O nein! Wir ſind über allen Verdacht gegen einander hin⸗ weg. Aber eine Beſtimmung zu ergreifen, die auf eherne