Teil eines Werkes 
Bd. 8Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 2 (1857)
Entstehung
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Solche Stille und Ruhe nach geräuſchvollen Monaten ließ man ſich gern gefallen. Niemand glaubte ſie mehr verdient zu haben, als der alte Kurfürſt, ſo höchſt zu⸗ frieden wie er nämlich mit ſeinen Bemühungen war, de⸗ nen er den Beſuch der hohen Gäſte und die Ergebniſſe der jüngſten Politik zurechnete. Zur Erholung von die⸗ ſen ermüdenden Feſten und erſchöpfenden Arbeiten entſchloß er ſich, den Monat September in Aſchaffenburg zuzu⸗ bringen.

Während der Vorkehrungen zur Ueberſiedelung des Hofes nach jener Sommerreſidenz wurde dem jungen Ba⸗ ron unter den Fuß gegeben, er moöͤchte es ſich ausbitten, mit nach Aſchaffenburg genommen zu werden und dort ſeine Hochzeit feiern zu dürfen. Dies Letztere ſchien be⸗ ſonders im Wunſche des Kurfürſten zu liegen. Dem ver⸗ gnügten und durch die letzten Monate verwöhnten Herrn war jeder Anlaß erwünſcht, zur Erholung von Feſten, doch wieder ein Feſtchen zu haben; wodurch er auch die Aſchaffenburger für ihre diesjährigen Sommerverluſte auf herbſtluſtige Weiſe zu entſchädigen dachte. Allein Franz Karl konnte ſich zu dem Vorſchlage nicht entſchließen. Un⸗ verſchiebliche Geſchäfte in Franken, wo die Pachtung ſei⸗ ner Güter durch plötzlichen Tod des Beſtänders in andere Hände überging, mußten ihm zur Entſchuldigung dienen. Und da er ſelbſt nicht gern mit der Gräfin zu thun hatte, ſo überließ er es ſeiner Mutter, mit ihr die Verabredung zu treffen, daß die Vermählung Anfangs October ſtatt⸗ fände. Auf die Umſtände ſollte es dann ankommen, ob er nach Erfurt überziehen oder ſeiner Mutter nachgeben würde, die— von dem argliſtigen Garzweiler vor einer

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