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Er drückte ſeinen Kahn unter das überhangende Ge⸗ büſch, und pfiff im Uebermuth wie eine Nachtigall. Der tolle Menſch mochte das Flüſtern der Angſt für Vertrau⸗ lichkeit und Einverſtändniß genommen haben. Als er Cäcilien entfernt genug glaubte, lenkte er nach der Lan⸗ dungstreppe, band den Kahn feſt und ſetzte ſich in ſeine Gondel, das heimkehrende Geſchwiſterpaar abzuwarten.
Aber welche leidenſchaftlichen Empfindungen ſtürmten durch ſein Herz, trübten ſeinen geſunden Verſtand und regten ihn zu den verwegenſten Abſichten auf!
Fünfundzwanzigſtes Kapitel.
Nach dem Abzuge des kurfürſtlichen Regiments zum öſtreichiſchen Armee⸗Corps bei Speier ward es ziemlich ſtill in Mainz. Nur ein paar Hundert alte Soldaten und Rekruten, zum nothdürftigſten Beſatzungsdienſte zu⸗ rückgeblieben, wurden hierin von etlichen Hundert Mann der eingetroffenen Reichstruppen verſtärkt. Es fehlte be⸗ ſonders an Kanonieren, ſo daß das Feſtungsgeſchütz und die brennende Lunte von gewöhnlichen, oft unerfahrenen Musketieren bewacht werden mußten. Doch lebte man noch ſorglos und des beſten Vertrauens auf die Fort⸗ ſchritte der Preußen in der Champagne, ſo wie auf die Siege, die ſich die kühnen mainzer Offiziere verſprochen hatten.


