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Du biſt ein Narr! lachte ſie, und Jean Baptiſt, der Inſel zuſteuernd, fuhr fort:—
Hören Sie, was mir über das Er einfällt! Mit dem Mond iſt eine große Verwandlung vorgegangen, gnädige Baroneſſe! Ich habe einmal vornehme Fräulein und Cavaliere gefahren; die erzählten ſich eine alte Fabel aus der heidniſchen Glaubenszeit von der Göttin Mond, daß ſie Nachts einen hübſchen Burſchen geküßt, der En⸗ divien hieß, und ſie neckten einander, was wol der ſchöne Schläfer dabei empfunden habe. Hören Sie, gnädige Baroneſſe! Das kann ich mir gar wohl denken, wie's dem armen ehrlichen Endivien mit ſeinem krauſen Haar dabei zu Muthe geweſen iſt,— ſo froh und ſo weh zugleich, als ob er— wie ſoll ich ſagen? nun ja, als ob er ſchon mit Eſſig und Oel angemacht wäre. Die alten Heiden haben alſo den Mond für eine Sie genommen; wir Chriſten aber wiſſen gar Manches, was im Himmel vorgeht, beſſer und ſo auch, daß der Mond ein Er iſt, und ſtatt eines Endivien lieber eine ſchöne Baroneſſe küßt. Und ich thät's auch, wiſſen Sie!
Fahre ſeitwärts an! Nicht am Landeplatz! gebot Cä⸗ eilie, die wahrſcheinlich nicht von ſolcher Fahrt kommend geſehen ſein wollte. Jean Baptiſt ſtieß zwiſchen hohem Gebüſch auf eine ſandige Stelle.— Hier aber geben Sie Acht! ſagte er, als Cäcilie über Bord ſchreiten wollte.— Und wie er, der ſchönen Baroneſſe zu helfen, ihre Hand faßte, übermannte ihn ein jugendvolles Mitteſommernacht⸗ verlangen: er umfaßte und hob ſie ſchwebend empor; ſie f ſträubte ſich, ängſtlich athmend, und ſtrebte mit den Fü⸗ ßen nach dem Boden. Doch dies reizte den Tollkühnen


