Teil eines Werkes 
Bd. 8Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 2 (1857)
Entstehung
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Cäeilie ſchwieg und Jean Baptiſt ſetzte raſch hinzu:

Und dem Vollmonde wenigſtens iſt kein Stubenfenſter zu hoch. Mit den Kirchenfenſtern mag er's halten, wie er will. G

Ja, wenn du ſogar auf den Vollmond eiferſüchtig biſt—! lachte Cäcilie.

Das bin ich juſt nicht immer, gnädige—

Wann denn nicht, Jean Baptiſt?

Auf dem Waſſer nicht, ſchöne Baroneſſe.

Aha, da biſt du Herr, und führſt das Zepter!

Sie haben's errathen! Sehen Sie, wenn ich da ſo 'ne reizende Nixe— wie zum Beiſpiel eben jetzt!— hin und her rudere, kann ich immer meinen Kahn ſo drehen und wenden, daß der Mond auf mein ehrlich Herz, aber nicht ins Angeſicht meiner Geliebten blicken darf. Sehen Sie, ſo!

Er wendete raſch, daß Cäcilie auf ihrem Sitze ſchwankte, den ſchlanken Kahn, und ſaß im vollen Lichte des Mondes. Eine kurze Stille, während der man den ſäuſelnden Takt des Contretanzes von der Inſel hörte, und Cäcilie gebot ängſtlich:

Fahre mich zurück! Mein Tänzer erwartet mich.

Aha! lachte Jean Baptiſt. Ihr Tänzer ſoll auch nicht wiſſen, daß der Vollmond ſchon auf Ihrem ſchönen Buſen geruht hat.

Er wird ſehr verwegen!— ſagte Cäcilie ſtreng und ſtolz.

Er? fragte der Schiffer. Wer denn, ſchöne Comteſſe? der Tänzer oder der Vollmond? Ich bin ja ein„Du““ und hieß eben noch Jean Baptiſt.