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viel Muth, daß ſie dieſe Köpfe ſchon abgeſchnitten zu fin⸗ den hoffen.
Als Beide das Haus wieder betraten, ſetzte der junge Freund ſich zu dem verſtändigen, gemeſſenen Manne in ein Seitenzimmer, um ſich über den Zuſtand der Fe⸗ ſtungswerke zu unterrichten, an denen noch alle Arbeit ruhte.
Die Nacht war eingebrochen, und die Lichter und Kronleuchter vermehrten die Schwüle der Gemächer, als Cäcilie das Freie und die Erfriſchung der Abendluft auf⸗ ſuchte. Ihr unbefriedigtes, immer ſehnſüchtiges Herz hielt eine lärmende Luſt, eine rauſchende Geſellſchaft nie lang aus, ohne ſich an die Seite eines vertrauten Freundes oder, wenn ihr ein ſolcher fehlte, wenigſtens in die Ein⸗ ſamkeit ſpielender Träume und verlangender Vorſtellungen zu flüchten. Ein froher Seufzer löſte ſich, als unter der Halle der erſte friſche Luftſtrom in ihre leicht umflorte Bruſt drang. Wie zauberhaft lag über dem zitternden Gewäſſer der Vollmond, und warf von Hochheim herab einen Lichtſtreif wie eine flimmernde Angelſchnur nach der grünen Inſel aus, auf welcher die rauſchenden Takte des Tanzes und die ängſtlichen Pulſe eines ſehnſüchtigen Mäd⸗ chenherzens ſchlugen! Man hörte, wenn die Muſik ſchwieg, das heimliche Naſchen der kleinen Wellen am nahen Ufer; ſonſt war eine ſelige Stille umher. Bald aber vernahm Cäcilie aus der Ferne eine ſchöne klangvolle Mannsſtimme das beliebte Lied ſingen:
Guter Mond! Du gehſt ſo ſtille
Durch die Abendwölkchen hin, Biſt ſo ruhig, und ich fühle, Daß ich ohne Ruhe bin.


