Teil eines Werkes 
Bd. 8Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 2 (1857)
Entstehung
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Ungeduldig der ſchwülen Zimmer und dumpfen Atmo⸗ ſphäre dieſer Vorurtheile ſtahl ſich Franz Karl ins Freie, und durchwandelte die Pfade der Inſel. Ein ruhiger Abend ſäuſelte in den Gebüſchen und ſchimmerte über den Kräuſelwellen des Stroms; der Mond ſtieg über den Kuppen des Taunus auf. Er begegnete dem Major Eicke⸗ meyer, der eben auch die Geſellſchaft verlaſſen hatte, und fragte ihn ſcherzend, ob bald alle Franzoſen abgeſchlachtet ſeien.

Heut bleiben die Heldenthaten doch nur beim Lächer⸗ lichen! erwiderte mit ſchwermüthiger Freundlichkeit der Offizier. Man wüthet blos unter dem Pöbel. Geſtern hätten Sie beim Gouverneur ſein ſollen, Herr Baron! Dort galt es allem franzöſiſchen Adel, der nicht landes⸗ flüchtig geworden iſt. Man will Alle aufhängen, die man in Frankreich geblieben antrifft, und, um mit ſo Vielen ſchneller fertig zu werden, haben unſere ſtolzen Herren ihre eigenen Hände zur Henkerarbeit und unſere ſchönen Damen ihre Haare zu Stricken angeboten. So verkehrt ſind die Begriffe dieſer franzöſiſchen Fanatiker, daß ſie die Ehre ihres Adels und die Anhänglichkeit an die Monarchie in treuloſer Flucht ſuchen, und das Ausland aufbieten, den König und ihr Vaterland ins Unglück zu ſtürzen. Und wer ſind unſere mainzer Großſprecher? O ich kenne dieſe Oberſten, die im lütticher Kriege ſich auf zehn Stunden Wegs nicht ſicher vor den Patrioten hielten, wenn nicht zwei Kanonen vor ihnen hergin⸗ gen, und die vor Haſſelt die Flucht ergriffen. Jetzt ſprechen ſie von nichts, als von abgeſchnittenen Jako⸗ binerköpfen, und ich glaube, das gibt ihnen eben ſo