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Karl den Schiffer auf nicht zu ſpäte Nacht wiederbeſtellte. Märſche rauſchten zu den Taſſen, und nachher hoben lu⸗ ſtige Tänze an. Franz Karl trug ſehr ungern den Zwang der Einladung und hielt ſich daher mit Abſicht vom Tan⸗ zen zurück. Dafür ſchwebte Comteſſe Joſephine deſto fröh⸗ licher von Hand zu Hand der jungen Helden, die der Schwindel kriegeriſchen Uebermuths nicht immer in den gemeſſenſten Schwenkungen des Walzers führte. Derſelbe Uebermuth herrſchte unter den älteren Offizieren und an⸗ geſehenen Emigrirten, die ſich zu reichlichen Erfriſchungen geſetzt hatten. Man ſprach von dem bevorſtehenden Feld⸗ zuge nach Frankreich, und übertrieb die Thaten der preu⸗ ßiſchen Armee bei Grandpre nur, wie es ſchien, um ſolche mit den Schwüren auf das eigene Schwert zu über⸗ bieten. An Schimpf auf den erbärmlichen Zuſtand der franzöſiſchen Armee und auf die Feigheit der Sansculot⸗ ten ließ man es auch nicht fehlen, und ein derber Scherz dazwiſchen deutſch vorgebracht, wo das Franzöſtſche nicht zureichte, fand keinen andern Anſtoß, als den der ge⸗ füllten Gläſer.
Dieſe oft unſinnigen Prahlereien ſpitzten ſich immer wieder in einem beliebten Stichworte zu, das zur Parole des Tags geworden war. Kurz vorher hatte nämlich der Marquis d'Autichamp ein Corps Emigrirter an der Woh⸗ nung der Herzogin von Grammont vorübergeführt, und der ſtolzen Dame, als ſie ihm Glück zum Feldzuge wünſchte, zugerufen: Pah, Madame, es iſt nur ein Spa⸗ ziergang nach Paris! Dies Wort war nun Trumpf zu allen Farben der Uebertreibung, und immer hieß es wie⸗ der: Es iſt nur ein Spaziergang nach Paris!


