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kurfürſtlichen Schlößchen auf der Petersinſel unterhalb der Stadt. Franz Karl lehnte die angebotene Jacht der Grä⸗ fin ab, und bediente ſich mit ſeiner Schweſter, um nach der Inſel zu fahren, der neuen Gondel Jean Baptiſt's. Der junge Schiffer hatte ſich nach ſeinem Geſchmack her⸗ ausſtaffirt, ſeine neue Flagge aufgeſteckt, und ſah friſcher und unternehmender aus als je. In ſolcher Stimmung verrieth er oft, was Fides ſchon ihrem Vater geklagt hatte, eine gewiſſe Verwilderung, die jedoch nicht leicht einer natürlichen Anmuth entbehrte. Bei gutem Erwerb und dem ſichtbaren Eindrucke, den ſeine ausnehmende Er⸗ ſcheinung auf die Damen machte, fühlte ſich der kräftige junge Mann etwas; wobei er noch in freier Luft und kühnem Geſchäft ein feuriges Blut athmete, das ſein Herz in muthigen Schlag— und ſeine Phantaſie in höheren Schwung ſetzte. Sein ziemlich romantiſcher Anzug und manche den Vornehmen abgelauſchten Geberden täuſchten überdies ſein Selbſtgefühl, und liehen ihm allerdings auch etwas Apartes, einen gewiſſen ritterlichen Schimmer, in den Augen Derer, die an ſonnigen Tagen unter ſeinem Ruder über den blaßgrünen Spiegel des Stroms dahinglitten.
Auch an Cäcilien verſuchte ſich heute dieſer Zauber. Von dem gedankenvollen Bruder wenig unterhalten, be⸗ ſchäftigte ſich unter dem ſchattigen Halbverdeck der Gondel ihr Blick mit den einnehmenden Bewegungen des ſchlanken Schiffers, wenn er abwechſelnd das Steuer zog und das
Ruder ſchlug, und ſein großes lichtſprühendes Auge bald
über den Strom nach dem Gebirge hinaus, bald unter das dunkelgrüne Dach der Gondel ſchweifen ließ. Schon ſpielte die Muſik, als ſie ausſtiegen, und Franz
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