lichkeiten und Conferenzen meiner Wenigkeit nicht gedacht werde. Allein, wer kann ſagen, ob nicht die Tücke mei⸗ ner Gegner gerade ſolche zerſtreuende, unruhige Zeit zu Maßregeln wider mich benutzt, die mein gütiger Fürſt bei ruhiger Ueberlegung nicht gutheißen würde? Sie drin⸗ gen vielleicht in meine Wohnung, vorgeblich um Beweiſe gegen mich zu ſuchen. Daher mußt du eiligſt nach Mainz, und gewiſſe Sachen,— fremdes Gut, anvertraute Beicht⸗ geheimniſſe aus dem Hauſe entfernen,— ein mir werthes Buch, eine Kiſte mit Schriften, eine Schatulle mit Werth⸗ ſachen und was ich dir noch Alles bezeichnen werde. Du nimmſt dir eine Stube im Gaſthof, etwa in der ziemlich abgelegenen neuen Pfalz und ſchaffeſt in der Stille Alles dahin. Der Schiffer Jean Baptiſt bringt dich dann mit den Sachen ſchnell wieder herunter. Poſtwagen oder Hauderer, überhaupt den Landweg, nimmſt du mir ja nicht: ich habe meine Gründe. Richte dich alsbald ein; denn heut oder morgen kommt Alles von Frankfurt nach Mainz.
Dies Begehren des Oheims, ſo entſchieden ausgeſpro⸗ chen, und in einer ſo unverſchieblichen Sache ließ natürlich keine Einwendung und kein Bedenken zu, ſo bänglich es im erſten Augenblick die kummervolle Gertrud aufnahm. Ihr Mann redete ihr zu; er ſelbſt konnte ſeinen Dienſt nicht verlaſſen, auch wünſchte ihn der Oheim nicht zu die⸗ ſem Geſchäft, um kein Aufſehen zu erregen, wie er vor⸗ gab, wahrſcheinlich aber, weil er den Einblick eines Man⸗ nes in das Buch und die Papiere verhüten wollte, um die er höchſt beſorgt ſchien.
Während der Vorrichtungen der bänglichen Frau für


