Teil eines Werkes 
Bd. 8Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 2 (1857)
Entstehung
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machten, daß ihre Vorſicht auch nicht unnöthig geweſen. Garzweiler, ſchon über die Handſchrift erſchrocken, konnte ſeine Verlegenheit nicht verbergen. Er ging ſogar über ſeine gewöhnliche zögernde Ueberlegung hinaus, und ſagte raſch und lebhaft: Du wirſt ſchnell nach Mainz müſſen, liebe Nichte. Daß auch gerade jetzt das verwünſchte Schien⸗ bein— ich will ſagen, dieſe Schickung Gottes mich auf das Lager feſſeln muß! Meine Feinde——. Setze dich zu mir, Gertrud! Wiſſe, es iſt ein Brief aus Frank⸗ furt von einem guten Freunde, den ich in der Umgebung des Kurfürſten habe. Ich hatte Sr. kurfürſtlichen Gna⸗ den den Hofprediger zum einſtweiligen Beichtvater empfoh⸗ len. Dieſer falſche Freund, wie ich glaube, und jedenfalls die Coudenhovin haben nun meine Entfernung benutzt, dem Fürſten Mißtrauen gegen mich beizubringen, als ob ich mich in die Politik miſchte. Sieh', wie tückiſch die Menſchen ſind! Ich ſoll die Profeſſoren, die Proteſtan⸗ ten aufgehetzt, und in ihrer revolutionairen Geſinnung, in dem feindſeligen Streben eines geheimen Clubs beſtärkt haben. Dies mag allerdings geſchehen ſein, ich weiß nicht von wem; aber jedenfalls haben es wohlgeſinnte Männer gethan, die dem Fürſten die Augen öffnen woll⸗ ten über die Undankbarkeit dieſer Ausländer, zur War⸗ nung für andere katholiſche Fürſten, die jetzt mit der pro⸗ teſtantiſchen Wiſſenſchaft ſo viel Thorheit begehen. Ich werde mich rechtfertigen und meine Gegner beſchämen, ſo⸗ bald ich hinaufkomme. Aber— ich weiß nicht, wie weit inzwiſchen meine Feinde gehen, mich zu verderben. Ich könnte mich damit beruhigen, daß die Monarchen jetzt von Frankfurt nach Mainz kommen, und im Drange der Feſt⸗