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Garzweiler ſtand wie betäubt. Ein unſäglicher Groll wühlte in ſeinem Herzen; ſeine Gedanken und Vorſtellun⸗ gen ſtürmten wie ein wildes Heer an ſeiner Seele vor⸗ über. Er ſah ſich verlaſſen, betrogen, verlacht. Sein Mißverſtändniß der letzten Worte Gertrudens ſpielte ihm lauter beſchämende, peinigende Vorſtellungen in verzerrten Bildern vor. Das heftige Wetter ſchien ſeine Verzweif⸗ lung zum Kampfe herauszufodern. Er breitete die Arme wie ein betender Eremit in die Luft, und ſtieß einzelne Worte der Wuth aus. Doch das Wetter überbot ihn mit grollendem Donner, und er ſtürzte, wie aus toben⸗ der Eiferſucht auf die Uebermacht der Elemente, gleich einem Raſenden brüllend gegen den nahen Wald, wo er am Fuß einer Eiche mit einem Schrei niederſtürzte, äch⸗ zend den Stamm umklammerte und das Bewußtſein verlor.
Ueber ihm tobte das Wetter; Blitz auf Blitz, Don⸗ ner auf Donner erſchütterten den Forſt, und der Regen rauſchte in Strömen nieder.
Wie lange er ſo gelegen, wußte der unglückliche Mann nicht. Er war von heftigem Schmerz am Schienbein er⸗ wacht, als das Wetter ſchon abzog, und erkannte dieſelbe Eiche, unter der er geſtern mit Chambion geſeſſen, und ſo ſchalkhaft erzählt hatte. Hinter ihm wurde es hell, und der aufgehende Mond ſchien durch den Wald. Ein⸗ zelne Windſtöße ſchüttelten die träufelnden Baumwipfel und Aeſte.
Garzweiler hörte nahende Stimmen und bald auch ſei⸗ nen Namen rufen. Mit ſchmerzlicher Anſtrengung richtete er ſich auf, und wollte antworten. Aber ſein Groll er⸗


