Teil eines Werkes 
Bd. 8Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 2 (1857)
Entstehung
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Er blieb ſtehen; ſein Herz ſchlug ſo heftig, daß er mehrmal mit Beklemmung athmete. Dabei ſah er Ger⸗ truden lächelnd ins Auge, und ſtreckte mit rührendem Verlangen beide Hände nach ihr aus. Verwundert, mit einiger Aengſtlichkeit legte ſie die ihrigen leiſe hinein, und er fuhr fort:

Sieh' mich nicht ſo ängſtlich an, meine Tochter!— (Und dieſe Bezeichnung ward immer gedehnter und zärt— licher in ſeinem Munde.—) Es iſt was Gutes, etwas Liebſtes, was du höoͤren ſollſt, was ich dir eben beken⸗ nen will.

Und doch athmen Sie ſo ſchwer dabei, beſter Oheim, als ob ein Unglück für mich auf Ihrem Herzen läge!

Erſchrocken bei dieſer Erinnerung, ließ Garzweiler ihre Hände fahren.— Was denkſt du auch! rief er. Du, ſo muthig, als jung? Du, mit deinem kräftigen Her⸗ zen, und das ſo hoch ſchlägt, ſo frei von den Aengſten und Vorurtheilen des großen Haufens? Geh' doch, geh! Sieh', ich bin eigentlich— entſchloſſen,— will ich ſa⸗ gen, zu euch zu ziehen, eine Familie mit euch zu ſein, Menſch, wahrer, echter Menſch bei euch zu werden; die Tonſur jener Weihe zu tragen, welche die Natur ertheilt

und— mir ertheilt hat. Und du, meine Tochter— wenn unſere Familie zu ſtark wird für das kleine Haus— nicht wahr, mein Kind,— es ſcheint mir Hoffnung dazu?

Er ließ ſein lächelnd Auge an Gertrudens Geſtalt hin⸗ abgleiten, und ſie ſchlug das ihrige verſchämt oder viel⸗ leicht bejahend zu Boden.

Glückliche Mutter! rief er gerührt. Und— mich, wi

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