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Wie froh athmete Garzweiler auf, als Gertrud ſich entfernte! Es ſchien ſo viel leichter, ſich abfragen zu laſ⸗ ſen, was ihm ſo ſchwer zu bekennen war. Er hatte gleichſam als Schiffer das Tau hingeworfen, mittelſt deſ⸗ ſen er landen wollte; es war aufgefangen, und er konnte nicht mehr widerſtreben.
Das einfache Mahl ward ſtill genoſſen; Nazi vorher ſchon in ſein Bettchen gebracht, ward von Vater Cratz unter Obhut genommen, während er ſeine Rechnungs⸗ papiere zu ordnen hatte. Heitern Sinnes verließ Ger⸗ trud das Haus an Garzweiler's Seite, und wendete ſich mit ihm der Waldhöhe zu.
Nun, Sie ſchweigen, hochwürdiger Oheim? Was haben Sie mir zu entdecken? fragte Gertrud nach einer Strecke Wegs.
Vor Allem laß mir das„hochwürdig“ weg, liebe Gertrud, antwortete er nicht wenig befangen und um Wort und Wendung verlegen. Siehſt du nicht, daß ich keinen hochwürdigen Rock anhabe, mein Kind! Das iſt mit guter Abſicht geſchehen: ich habe meine ganze geiſt⸗ liche Würde in deinem Wandſchrank verſteckt, und gehe nun darauf aus, ein Glück zu finden, das zu dieſem ländlichen Anzuge paßt.
Und welch' ein Glück, guter Oheim? fragte ſie ſcher⸗ zend. Wo liegt es, wo findet es ſich? Und kann ich Ihnen vielleicht ſuchen helfen?
Gerade du, liebes Kind! Und es liegt nicht weit: ich hab's ſogar ſchon in der Taſche; nur verknüpft, ver⸗ wickelt, und braucht deine zarten, ſaubern Finger, es auf⸗ zulöſen. Ja, wiſſe, mein liebes Kind,—— daß ich eigentlich,— du hältſt mich noch immer—.
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