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born z. B. hat eine Wäſcherin, deren Bruder eine recht
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AO gewiß nicht! rief die Gräfin. Der Harf zu Drei⸗
hübſche Hand ſchreiben ſoll, ſo daß die Geheimniſſe der Sendung in der Schwägerſchaft bleiben werden.
Der Kurfürft lachte, und ſie erinnerte, daß Franz Karl im Vorzimmer harre.— Ich halte mich in der Nähe, um unter Umſtänden hervorzutreten. Vielleicht— ſetzte ſie lachend hinzu— erſcheine ich nicht allein!
Der Fürſt empfing den Baron mit gnädigem Nicken. — Ich habe diesmal Sie zu keinem Geſchäft rufen laſſen, ſagte er, ſondern hinter den Geſchäften her.— Mit einer gewiſſen zerſtreuten Ueberlegung ſprach ſich dann der Fürſt darüber aus, wie zufrieden er mit dem Ernſt und ſchweig⸗ ſamen Eifer, ſowie mit der ganzen Geſchäftshaltung des Barons ſei. Er habe ſchon öfter daran gedacht ihn zu befördern, nur ſei er dermal wegen ſo viel dringender Ausgaben außer Stand, neue Gehalte zu bewilligen. Dann ſetzte er hinzu:
Jetzt endlich findet ſich etwas für Sie, was Ihnen wenigſtens Freude machen kann. Ich höre, die bevorſte⸗ hende Kaiſerkrönung intereſſirt Sie. Ich kann mir's den⸗ ken: es iſt ein politiſches und poetiſches Schauſpiel zugleich, und doppelt anziehend für ſo einen doppelten jungen Mann, wie Sie ſind, Baron. Ich will Sie alſo zu ei— nem der geheimen Sekretaire mit dem Titel Regierungs⸗ rath ernennen, an die Stelle des Herrn von Zwehl, der auf ſeine Güter zu gehen wünſcht. Auch ſollen Sie un⸗ ter meine Kammerherren treten, und in beiden Eigen⸗ ſchaften mich nach Frankfurt begleiten Iſt Ihnen das recht?
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