Teil eines Werkes 
Bd. 7Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 1 (1857)
Entstehung
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durchzuſetzen ſei. Kurfürſtliche Gnaden werden mein Wort, unterſtützen, wenn der Baron Gewiß! rief der Kurfürſt. Das geht ja durchaus nicht! Wir können mitGefühl der Herzen, Glück der 5 Familie, Wohlfahrt der Nachkommenſchaft und wie es alles heißt, nicht über die Satzung unſerer Kirche hinaus. Wo ſollte das hinführen? Was denkt nur der Baron! Es thut mir leid: der Eickemeyer iſt erſtaunlich brauchbar. Die Herſtellungen an der Feſtung, die ich jetzt befohlen habe, geſchehen ganz nach ſeinem Plan, das Weſent⸗ . liche, nichts Unnöthiges, mit Erſparniß zum Wohl des Landes! Er iſt Sachverſtändiger und muß 8⁵ wiſſen, worauf es ankömmt, der Eickemeyer! Ich möchte ihn gar gern häuslich beglückt ſehen. Je nun, er iſt ja Soldat, war mit gegen Lüttich: der Soldat greift zu; er wird's ſchon zu machen wiſſen, daß er glücklich wird! 3 Als die Gräfin nach Abgang des Weihbiſchofs wieder hervortrat, ſagte ſie: Ich höre alſo, das Finanzproject iſt fertig? Ja, dort liegt's! antwortete der Kurfürſt. Dem Seckendorff hat's heiß genug gemacht! Sehen Sie, wir verkaufen Nußbaum und Benichheim mit Zubehör. Dem

Erlös von circa anderthalb Hunderttauſend Gulden fügen wir ein kleines Anlehn bei, nöthigenfalls aus Gemeinde⸗ 5 geldern, und ſchreiben eine Ertraſteuer aus. So, denke

ich, geht's wieder eine Strecke über die theure Zeit, die uns bevorſteht.

Nun, und das Kapitel 2 fragte die Gräfin geſpannt.

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