und nach kennen zu lernen,— ihre Eigenheiten, ihre Vorurtheile, ihre Beweggründe und Beſtrebungen. Scher⸗ zend und wie zum Spaß warf er das Senkblei aus, wo— mit er das mainzer Fahrwaſſer der Revolution erforſchte, und hatte ſchon alle Mitglieder des Club im Netze, ehe dieſer ſelbſt noch aus ſeiner dunkeln Tiefe hervorgezogen war.
Es ſchlug eben Mitternacht, als die Freunde das Haus verließen und mit Vorſicht in die ſtillen Gaſſen ſich ver— loren, in denen die Laternen vom feuchten Winde bereits erloſchen waren.
Vierzehntes Kapitel.
Während deſſen verlebte unſer junge Baron Franz Karl ganz vergnüglich die letzte heitere Märzwoche. Von einem geheimen Treiben der Revolutionsfreunde in Mainz hörte er im Forſter'ſchen Kreiſe. Dunkle Gerüchte kamen ſelbſt an den Hof, ohne Beſorgniß zu erregen. Von dieſer un⸗ bekümmerten Stimmung der hohen Geſellſchaft ging leicht etwas auf den jungen Freund über. Die weitblickende Politik ſeines Fürſten, der wegwerfende Stolz ſeiner Stan⸗ desgenoſſen zerſtreuten ihn immer wieder, wenn ihn die großen Anſichten Forſter's oder die abwägenden Beſorg⸗ niſſe des Grafen Stadion eingenommen hatten. Forſter beobachtete dies Schwanken und Wechſeln des jungen


