rung einwillige. Unſer Wedekind hat aber geantwortet, er wolle nichts Geheimes weder an ſeinem Titel noch an ſeinem Rechte.
Ah, bravo! rief der Geſandte. Die Deutſchen ſind brave Leut', und der bürgerlichen Freiheit werth. Das hab' ich geſtern auch dem Herrn Metternich geſagt. Nicht wahr, er lehrt die Mathematik an der Univerſität? Der Metternich? Ah, wiſſen Sie, er iſt ſchroff und hart, wie ein Lehrſatz der Algebra: iſt er auch ſo zuverläſſig? Iſt er ein Mainzer?
O nein! antwortete Stumme. Ich erinnere mich noch wie heut', daß er aus dem Trier'ſchen hierher kam, in zerriſſener Bauernjacke, die Schuhe mit einer Schnur zu⸗ ſammengehalten. Mit Empfehlung des Grafen Wallendorf beſuchte er die Normalſchule, und ward Lehrer an der Pfarrſchule zu St.⸗Quintin, machte ſich aber die Bürger aufſäſſig und mußte Mainz verlaſſen. Später kehrte er jedoch wieder zurück, und ſchmeichelte ſich ins mainzer Brot als Rechenmeiſter.
Ah pah!l rief der Geſandte. Dem Brot iſt Ehre an⸗ gethan, wenn es von einem braven Mann gegeſſen wird, und zerriſſene Schuhe ſind keine Schande, wenn der Kopf ganz iſt. Aber iſt er nicht Profeſſor?
Ja, der Kurfürſt hat ihn nach Göttingen geſchickt, um ſich bei Käſtner und Lichtenberg auszubilden, fiel Hof⸗ mann ein. Er iſt brav und rechtſchaffen, ich kenne ihn lang aus unſerer geheimen Geſellſchaft. Er hat ſich den Grundſatz gemacht, die Höfe zu haſſen, und befleißigt ſich darum eines unhöflichen Weſens. 4.
Auf ſolche Weiſe ſuchte der Geſandte ſeine Leute nach


