Teil eines Werkes 
Bd. 7Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 1 (1857)
Entstehung
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Ich will's Ihnen erzählen! ſagte Hofmann. Mein Freund ſtammt von Mühlheim bei Köln, und ſtand, als zweiter Leibarzt hierher berufen, mit dem Geheimenrathe Hoffmann im beſten Vernehmen, bis die beſondere Gunſt des Fürſten, der meinen Freund oft mit ſich auf Reiſen nahm, den Egoiſten Hoffmann neidiſch und beſorgt machte. Er verband ſich mit der Coudenhovin zu Wedekind's Sturz. Eines Tages erklärte er in Aſchaffenburg, es ſei ihm das Manuſcript einer Druckſchrift geſtohlen worden, das nur den Wedekind intereſſiren könne. Dieſe Beſchul⸗ digung genügte, eine Specialunterſuchung zu verfügen; womit zugleich Wedekind vom Amte ſuspendirt und vom Hof entfernt wurde. Er blieb zwar noch Profeſſor, aber dabei nicht ungeneckt. Denn der Unterſuchungsrichter, der Herr von Linden, ein Vertrauter der Gräfin Coudenhove, nahm ſein Geſchäft gewöhnlich in Stunden vor, in denen der Profeſſor vom Catheder citirt werden mußte. Die Studenten ſchickten Deputationen an den Kurfürſten zur Abwendung ſolcher Störungen; was aber nichts half. Nun hat ſich mein mißhandelter Freund zuletzt an unſeren großen Staatsrechtslehrer Pütter in Göttingen um ein Gutachten gewendet, und auch vor Kurzem vorläufige Nachricht erhalten, die Behandlung werde als reichsrechts⸗ widrig dargelegt werden. Man ſcheint auch bei Hofe Wink davon zu haben, und die Berufung Wedekind's an das Reichskammergericht abwenden zu wollen; denn vor wenigen Tagen war der Staatsrath Müller bei meinem Freunde, und hat ihm die erſte Profeſſur in Erfurt mit dem Titel eines Geheimenraths angetragen, wenn er in die Niederſchlagung des Rechtsſtreites ohne weitere Erklä⸗