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wie man nur eine Citadelle wünſchen kann, und die Hof⸗ ſchranzen übertreffen an moraliſchem Wohlgeruch die faul⸗ ſten Feſtungsgräben!
Ha, ha! lachte Villars. Et les lunettes—? Wie ſagen Sie lunettes in der Fortification?
Ja doch! rief Hofmann. Lünetten ſind die Augen⸗ gläſer, womit das hochmüthige Pack der Prälaten und Kammerherren ehrbaren Frauen ins Geſicht ſtarrt und brave Bürgersleute über die Schulter anſieht. Was mich bei dem allen freut, iſt das ſchöne Vertrauen unſeres er⸗ fahrenen Kurfürſten, der ſeine Feſtung im— Neglige für unbezwinglicher hält, als die Gräfin Coudenhove, die Frau von Ferrette und die Frau von Straus in ihrem vollen Staat: denn dieſe da, ſo aufgedonnert ſie immer waren,— gaben bald Breſche.
Man lachte und trank⸗ Im Verlauf der Unterhaltung fragte Villars nach Wedekind und warum er beim Kur⸗ 3 fürſten in Ungnade gefallen ſei.— Sehen Sie, ſagte er, ich ſammle mir eine kleine Galerie meiner Freunde in Mainz. Ich habe nichts zu thun, wie Sie wiſſen. Der Kurfürſt beſchäftigt nicht einmal meine Kinnbacken mit Kauen. Man lernt aber eine jede Zeit am beſten an den Zeitgenoſſen kennen, und eine kranke Zeit läßt ſich an ihren Patienten ſtudiren,— an denen, die von ihr zu leiden haben. Die Ariſtokraten ſchreien: Revolution wird immer von den Unzufriedenen und Schurken gemacht. Ah pah! die Revolutionen brechen nur an den leidenden
oder verdorbenen Gliedern des Staates aus, und dieſe
helfen nur die neue Geſundheit herſtellen, wobei ſie ſelbſt oft.
abſterben. Warum iſt der Wedekind in Ungnade gefallen?
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