Teil eines Werkes 
Bd. 7Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 1 (1857)
Entstehung
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Ausdrucksweiſe des Mannes doch mit Achtung, wenn gleich nicht ohne Lächeln, die Ehrlichkeit und rückſichtloſe Wahrheit des Schwärmers erkannte.

An einem Spätabende bei ſtürmiſchem Regenwetter ging Hofmann mit einigen Freunden wieder zu Villars. Sie hatten Studentenmäntel umgethan, und Bärte ins Geſicht gebunden, um unkennbar zu ſein. An der Haus⸗ thüre drängte ſich ein bezahlter Aufpaſſer im matten Schein der Straßenlaterne dicht an die Eintretenden, er⸗ hielt aber von Hofmann einen ſolchen Fauſtſchlag, daß er zu Boden taumelte. Villars empfing ſeine Gäſte mit heiterer Laune und feinem Bordeaur in echten Flaſchen. Sein Sekretair, ein Elſaſſer, bediente die Herren, machte, wo das Bißchen Deutſch ſeines Geſandten oder das Fran⸗ zöſiſch der Mainzer nicht zureichen wollte, den Dolmetſcher, und brachte ab- und zugehend, über das was geſprochen wurde, im anſtoßenden Kabinet Notizen nach den Augen⸗ winken des Geſandten zu Papier. Wedekind war nicht mitgekommen; doch fiel Hofmann, deſſen Aufwallung noch nicht ganz verdampft war, auf die Mittheilung deſſelben über die Herſtellung an den Feſtungswerken, und machte ſich über des Kurfürſten weiſes Sparſyſtem luſtig.

Wer weiß, wozu das gut iſt, rief Stumme in ſeinem rohen Tone.

O ja! meinte Hofmann. Vielleicht wie einſt Cornelia, die Mutter der Gracchen, als man nach ihren Juwelen fragte, ihre Söhne vorführte, weiſt unſer

alter Herr auf ſeinen Adel und zahlloſen Hofſtaat und ruft: Seht da meine Feſtungswerke! Und warum auch nicht? Der mainzer Adel iſt ſo ſchroff und unzugänglich,