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Was? Mit ſolcher Flickerei bedenkt man unſere Feſtung im Augenblicke, da man den franzöſiſchen Geſandten miß⸗ handelt? Erkühnt ſich zu Trotz und Herausforderung, während man ſich ohnmächtig auf einen morſchen Stab zu ſtützen ſucht? Iſt das nicht Unſinn, Wahnſinn?
Ich weiß nicht, antwortete Wedekind bedenklich,— ob ich nicht an Forſter's Vermuthung glauben ſoll. Wir ſprachen von dieſem unſinnigen Treiben der Emigrirten am Rhein, von dieſen tollen, unerklärbaren Anſtalten, und Forſter, der ſonſt einen prächtigen ſtaatsmänniſchen Blick hat, meinte, all' das Sonderbare könnte gleichwol combi⸗ nirt ſein, und zu einem zuſammenhangenden Plan gehören; man könne im Kabinet des Kurfürſten die möglichen Fol⸗ gen ſolcher Vertheidigungsloſigkeit wohl bedacht, und den kühnen Gedanken gefaßt haben, den Feind heranzulocken, Mainz, dieſe wichtige Feſtung, den Schlüſſel der Rhein⸗ und Mainländer, abſichtlich in Gefahr zu bringen, um endlich das deutſche Reich aus ſeinem Todesſchlaf aufzu⸗ ſchrecken, damit es dem revolutionairen Frankreich den Krieg erkläre.
Das iſt zu weit geſucht! rief Hofmann. Dieſe Jam⸗ mermenſchen muß man ja nicht mit ſtaatsmänniſchen Blicken meſſen, ſondern mit dem Auge des Arztes. Wann fühlt ſich der Schwindſüchtige am wohlſten, Doctor?
Wann er bald d'rauf ſchnappt! antwortete Wedekind.
Richtig Alter! klatſchte Hofmann in die Hände.
Sie wurden von Vorübergehenden unterbrochen. We⸗ dekind eilte mit ſeinen Papieren fort, Hofmann ging mit den Andern nach der Leſegeſellſchaft.
Hier bildeten ſich wirklich die Anfänge eines Clubs
Koenig, Clubiſten in Mainz. I. 24


