Teil eines Werkes 
Bd. 7Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 1 (1857)
Entstehung
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Dreizehntes Kapitel.

Eickemeyer war ein fertiger Zeichner, ein gewandter Ar⸗ beiter, und die Sehnſucht nach Offenbach zu ſeiner har⸗ renden Geliebten zu kommen, beflügelte ſeine Hand. So waren die vom Kurfürſten gewünſchten Herſtellungen an den Feſtungswerken auf dem Plane mit rothen Linien bald umriſſen und die Koſtenbeträge auf dem Anſchlage mit rothen Ziffern heruntergeſetzt. Er übergab die Pa⸗ piere ſeinem Freunde zur Beſorgung, und als er von die⸗ ſem, der ihn an das Pferd begleitete, das Anerbieten des Barons vernommen hatte, erheiterte ſich der ſorgenvolle Mann, und ritt mit friſchen Hoffnungen geſtreckten Trabs der Schiffbrücke zu.

Auf dem Wege zum Baron begegnete Wedekind ſei⸗ nem Freunde Hofmann, und ließ ihn die Papiere durch⸗ blicken. Beide ſahen einander verwundert an, bis Hof⸗ mann ein wildes Gelächter aufſchlug. Adieu, du gold⸗ nes Mainz! rief er. Weißt du, Wedekind, was ich dem Albini ſagen werde, wenn er mir wieder mit ſeinen ſüßen Verſprechungen begegnet? Excellenz, werd' ich ihm ſagen, nehmen Sie Ihre große Kabinets-Aktenſcheere, und ſchnei⸗

den aus dem mainzer Kurhut ein Paar weiche Socken,

die Füße eines blödſinnigen Greiſes warm zu halten. Sieh', das iſt die Weisheit, mit der die höchſte mainzer Schuhuperrücke die Kabinete Europas zu erleuchten glaubt!