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Gut! dann aber auch noch eiliger als eilig! verſetzte Eickemeyer, und ging heftigen Schrittes nach ſeinem Ar⸗ beitszimmer.— Laſſen Sie mein Pferd wieder einſtellen, Doctor, rief er an der Thüre, aber geſattelt bleiben!
Franz Karl, der ſich in dem fürſtlichen Auftrage fühlte, war über dies Betragen höchſt ungehalten.— Ich finde dieſe Art von einem Offizier ganz verwerflich, ja ſtrafbar! ſagte er zu Wedekind. Ich weiß nicht, ob es nicht meine leidige Schuldigkeit iſt, dem Kurfürſten Anzeige zu machen, wie wenig zuverläſſig dieſer bedeutend geſtellte Mann erſcheint. Solcher Geiſt im Militair,— in jetziger Zeit!— Bringen ſich da nicht dieſe bürgerlichen Offiziere ſelbſt um alles Vertrauen?
Wedekind ſuchte den jungen Herrn zu begütigen.— Eickemeyer iſt der brapſte Offizier, Herr Baron! verſicherte er. Aber eine Sorge, eine Angelegenheit menſchlicher Art laſtet eben auf ſeinem Herzen, und iſt einen Augen⸗ blick Herr über den Major geworden. Vergeſſen Sie es, Herr Baron, beim Kurfürſten! und gewiß werden Sie das, wenn ich Ihnen meines Freundes Noth ent⸗ decke. Ich darf es um ſo unbedenklicher, als dieſelbe von der Art iſt, daß ſie an den Fürſten ſelbſt gebracht werden muß, wenigſtens an die geiſtliche Behörde. Es iſt eine Herzensgeſchichte, und deren kann ein junger Mann nicht genug hören, ſo lange das Herz ihm ſelbſt noch die ſchlimmſten Streiche ſpielen kann.
Der Arzt bot dem Baron einen Stuhl, ſetzte ſich zu ihm und erzählte leiſe und flüchtig:
Sie kennen ja den Kunſthändler Appiano im Eckhauſe der Quintins⸗ und Schuſtergaſſe? Dieſer hatte eine


