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Spaß ihm eben auf der Straße begegnet ſei.— Ich komme, ſagte er, an der Ecke des Kaufmanns Rapallo vorüber, wo doch der fatale franzoſiſche Geſandte Wohnung genommen hat. Stehen da wol fünzig Emigrirte um einen Scheerenſchleifer, den ſie ſelbſt dahin poſtirt haben, und laſſen ihre Säbel und Degen ſchleifen. Nicht lange ſehe ich dem Dinge zu, ſpreche mit einigen der ſehr er⸗ hitzten Franzoſen, und lache in die Fauſt über dieſe kin⸗ diſche Demonſtration; ſo kömmt der Geſandte vom Hofe zurückgefahren. Ich ſehe, wie er bei dieſem Anblicke dem Kutſcher ein Wort zuruft, worauf dieſer ſchmunzelnd mit ſeinem Prachtgeſpann mitten durch den Haufen lenkt, ſo daß einige Emigranten von den Pferden bei Seite ge⸗ ſchoben werden, und der Schleifkarren von der Nabe eines Rades umgeworfen wird. Unter dem Schimpfen und To⸗ ben der Franzoſen betritt Herr von Villars das Haus, und kaum iſt er oben, ſo läßt er aus dem Fenſter über dem„Scheerenſchleifer die dreifarbige Fahne mit dem fran⸗ zöſiſchen Wappen ausſtrecken, als ob er all' das Geſindel unter ſeinen Schutz nehmen wolle. Da hätten Sie die Wuth dieſer Herren ſehen ſollen, wie ſie mit Luftſprüngen, Kreuzſprüngen, Tanzſprüngen die Fahne zu erreichen und mit ihren Degen zu durchſchlitzen ſuchten. Aber jedesmal hob ſich vom Wind in großwallender Bewegung die pom⸗ pöſe Fahne, als ſpotte ſie der hüpfenden Knaben. Das umſtehende Volk lachte und ſpottete die wüthenden Tänzer aus. Es war ein koſtbarer Spaß, ich möchte ſagen— ein himmliſcher Schabernack!
Die Gräfin ſchalt alles Ernſtes dieſe Geſinnung des Domicellars.— Wären Sie ſelbſt nicht ſo kindiſch, Herr


