Teil eines Werkes 
Bd. 7Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 1 (1857)
Entstehung
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Gräfin ließ es ihm nicht hingehen; ſondern glaubte das Verfahren ihres hohen Freundes rechtfertigen zu müſſen. — Sie vergeſſen ganz, Herr Admiral, ſagte ſie lebhaft, was der Kurfürſt der Politik Preußens und Oeſtreichs ſchuldig iſt. In Berlin werden die Kriegsrüſtungen be⸗ trieben. Ich kann Ihnen im Vertrauen ſagen, daß in dieſem Augenblicke der Plan dazu zwiſchen dem Prinzen Hohenlohe und dem Herzog von Braunſchweig verabredet

wird. Wir ſprachen doch jüngſt von der Note des jetzi⸗

gen franzöſiſchen Miniſters, des kriegsluſtigen Dumouriez:

geſtern haben wir Nachricht, wie das wiener Kabinet ſie beantwortet. Vor Allem wird auf Herſtellung der fran⸗ zöſiſchen Monarchie auf die Grundlage der königlichen Sitzung vom 23. Juni 89 beſtanden, dem Adel und Klerus werden ihre Beſitzungen reclamirt, und die deut⸗

ſchen Fürſten werden im Elſaß wieder in ihre weggenom⸗

menen Hoheits⸗ und Lehnrechte eingeſetzt werden. Dieſe Stellung der europäiſchen Politik hat der Kurfürſt im

Auge, ſehen Sie! Noch geſtern ſagte er mit Würde, er

ſtehe politiſch wie geographiſch an der Spitze Deutſchlands

gegen Frankreich. Nicht wahr, Baron Wallbrun, das iſt

ſein energiſcher Ausdruck?

Leider wahr, meine Gnädigſte! antwortete Franz Karl.

Warum leider? fragte ſie betreten.

Weil die Spitzen auch von einem Mißgeſchicke zu⸗ erſt abbrechen, Gräfin.

Dies ernſte, ſchwere Wort rollte, ſo zu ſagen, dem Domicellar von Venningen zwiſchen die Füße, der eben hereintänzelte, vom Hündchen Amor heftig angebellt.

Den Hund neckend und hetzend, erzählte er, welch' göttlicher