Alles nahm nun Platz. Righini gab das Zeichen, und ein Quartett aus der Oper Armida begann.
Zwiſchen den Muſikſtücken wurden Erfriſchungen um⸗ her gereicht. Der Kurfürſt unterhielt ſich abwechſelnd und trat auch zu Forſtern. Sie haben einen kleinen Ausflug gemacht? fragte er.
Ja, Eure Durchlaucht, im Auguſt.
Mein Land, fuhr der Fürſt fort, iſt ſehr klein für den Maßſtab eines Weltumſeglers; aber es liegt dafür etwas verzettelt. Die Dörfer und Häuſer der proteſtan⸗ tiſchen Einwohner werden Ihnen angenehm aufgefallen ſein in dem von Ihnen bereiſten Strich? Reden Sie nur offen! Sie kennen mich. Ich geſtehe Ihnen, Herr Hof⸗ rath, daß ich— heißt das— ich als weltlicher Fürſt — meine proteſtantiſchen Unterthanen vorzikhe: ſie ſind fleißiger, reinlicher, treuer.
Welch' ein edles Anerkenntniß, kurfürſtliche Gnaden! rief Forſter aus. Eine große Gerechtigkeit des Herzens bei ſo weiſer Einſicht!
Woher mag das kommen, Herr Forſter? fragte der Fürſt.
Vielleicht weil die Proteſtanten weniger von Kirchen⸗ werken in Anſpruch genommen ſind, können ſie mehr für das häusliche und bürgerliche Leben thun.
Ja. Oder weil wir ihnen die ewige Seligkeit ab⸗ ſprechen, ſuchen ſie ſich auf der Erde beſſer einzurichten. Nicht wahr?
Der Kurfürſt lachte laut hinter ſeinem Scherze her; wie er denn gegen Proteſtanten gern den Freidenker zeigte.


