Teil eines Werkes 
Bd. 7Die Clubisten in Mainz : ein Roman in drei Theilen : Th. 1 (1857)
Entstehung
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Beide lachten, der Eine verlegen, der Andere ſcha⸗ denfroh.

Im anſtoßenden Saale, während Righini die Noten⸗ blätter vertheilte, verkündigte der Kurfürſt, indem er den General Hatzfeld vorführte:

Hier iſt ein Friedensbote! Der General kömmt im Augenblick aus den Niederlanden. Unſere Truppen kehren zurück. Man hat ihnen noch in Verviers glänzende Feſte 1 gegeben. Erzählen Sie doch, Graf Hatzfeld!

Man hat uns gebührend ausgezeichnet! nahm dieſer das Wort. Bei unſerm Einzuge wurden uns von den ſchönſten Mädchen Lorbeerkränze überreicht und Lobgedichte geſungen. Beleuchtungen, Bälle, große Gaſtmahle wech⸗ ſelten mit den Ermüdungen eines ſiegreichen Feldzuges. Es hat meinem Soldatenherzen wohl gethan, kurfürſtliche Gnaden, die Tapferkeit der Mainzer überall ſo anerkannt zu ſehen. Ich denke, es ſoll Eindruck in Paris machen. Die Revolution wird einige Angſtſchauer vor ihrer Zu⸗ kunft bekommen.

Eine rauſchende Bewegung entſtand. Man drängte ſich herbei, dem Kurfürſten Glück zu wünſchen. Der alte Herr war ungemein angeregt und gnädig. Er ſprach viel und naſchte dazwiſchen aus einer Bonbonniere, die er ſtets bei ſich führte.— Unſere Truppen kommen nächſter Tage zurück, ſagte er. Der Kaiſer hat Alles vermittelt. Die lütticher Inſurgenten ſollen beruhigt werden. Hätten wir

unſere tapfern Truppen nur eher hier gehabt: die ärger⸗

liche Studentengeſchichte— Er brach verlegen ab, reichte der Gräfin Coudenhove die Hand und ſetzte ſich mit ihr auf ein gelbes Sopha.

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