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chen uns ein neues Leben ein, in einem Aecente, der uns an Verſailles erinnert und unſere verbannten Herzen klo⸗ pfen macht! Wenn wir jemals Frankreich vergeſſen könn⸗ ten, ſo wäre es hier an dieſen reizenden Ufern des Rheins, die es werth wären, das königliche Frankreich zu verbrä⸗ men. Hier fühlen wir uns nicht blos als Gäſte, ſondern als die Söhne eines gütigen Papas. Monſeigneur ver⸗ gönnen uns dieſen Namen, der dem verbannten Adel Frankreichs den ſüßeſten Troſt gewährt. Unſer gütige Papa!
Er küßte die dargebotene Hand des Kurfürſten, die dann Herr von Montleveau mit den Worten ergriff: Das iſt die mächtige Hand, die uns zurückführen wird, indem ſie das Schwert in die Wagſchale der europäiſchen Politik wirft.
Der Kurfürſt lächelte vergnügt zu dieſer Anerkennung ſeines politiſchen Einfluſſes. Einſt hatte es ihm geſchmei⸗ chelt zu hören, daß ſeinem feurigen Auge kein Frauen⸗ herz widerſtehen könne; jetzt, nachdem er ſich von Preußen, zum Mißvergnügen der katholiſchen Mächte, für den Für⸗ ſtenbund hatte gewinnen laſſen, ſteifte ſich ſeine alternde Eitelkeit auf den Gedanken, die europäiſche Politik zu lenken.
Mein Herr Düc, ſagte er, wir werden den verletzten Königsmantel Frankreichs wieder herſtellen, aber die Rhein⸗ lande wollen wir doch nicht zur Verbrämung deſſelben entbehren. Wir brauchen ſo ſchöne Stücke Zeugs zu den Kurfürſtenmänteln.
Er ſprach dieſe Worte eines, wie er glaubte, kühnen Stolzes ſehr laut; wobei er ſich lächelnd nach den Nächſt⸗ ſtehenden umſah. Dann fuhr er freundlicher fort:


