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daß man wol ein Geflecht von Akten, ein Netz politiſcher Intriguen um ſeinen Kopf werfen könne, daß er aber Herz und Liebe frei behalten wolle.
Unter ſolchen Stimmungen und Vorſätzen ward der junge Baron zu einem der kleinen Abende des Kurfürſten eingeladen. Der alte Herr, wie man den Fürſten kurz⸗ weg zu nennen pflegte, nachdem der geniale Lebemann den früheren Zunamen des„frommen Herrchens“ beim Volke verſcherzt hatte, war von der„Favorite“ wieder zur Stadt zurückgekehrt. Auf dieſem Luſtſitz über der Stadt brachte Friedrich Karl gewöhnlich die Frühlings⸗ wochen zu, zog ſich aber auch gern dahin zurück, ſo oft er Verſtimmungen oder geheime Geſchäfte abzumachen hatte; wie er denn auch hier am liebſten politiſche Feſte anord⸗ nen ließ. Dies Schlößchen mit Pavillons, das eben durch den Abbruch des aufgehobenen nahen Karthänuſerkloſters vergrößert ward, dieſe anmuthigen Gartenanlagen im da⸗ maligen franzöſiſchen Geſchmacke begünſtigten die Empſin⸗ dung einer ſtolzen Einſamkeit. Denn man überſchaut von dieſer Höhe eine reiche, reizende Landſchaft, und die Re⸗ ſidenz mit ihren Thürmen lag unter der ausgeſtreckten Hand des Fürſten. Der Mainſtrom, der ſich dieſer ſchö⸗ nen Ausſicht gegenüber in den Rhein ergießt, verband des Fürſten Sommer⸗Reſidenz Aſchaffenburg mit dem alten Sitze der Erzbiſchöfe. Die Ruhe und Stille umher ſchien wie gemacht für das tiefe Geheimniß der Politik, in der ſich jetzt der Kurfürſt ſo ſehr gefiel. Eben hatte er haupt⸗ ſächlich mit Albini und dem Staatsrathe Johannes von Müller die Ergebniſſe des pillnitzer Congreſſes verarbeitet, und war heiter und vergnügt zur Stadt zurückgekehrt.


