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zutrauen, die Dame beleidigen zu wollen, deren Beiſtand ich für ſolche Abſichten nöthig hätte? Nein, für ſo albern können Sie im Ernſte mich nicht halten, meine auch zür⸗ nend ſchöne Frau. Eine von beiden Beſchuldigungen müſſen Sie zurücknehmen.
Keine, keine! rief die Gräfin, mit lebhafter Bewegung durch das dämmerige Zimmer ſchreitend. Daß Sie mir unartig und undankbar begegnet ſind, daß Sie mir Be⸗ leidigungen geſagt haben,— können Sie es läugnen? Und welche Abſichten, welche falſchen Verbindungen Sie haben, wollen Sie es wiſſen?
Sie öffnete raſch und heftig ihren Schreibtiſch, und nahm aus einem Schubfache ein Papier, das ſie entfaltet dem Pater mit den Worten hinreichte:
Da leſen Sie, daß man Sie durchſchaut, daß man Sie in Preußen kennt! Treten Sie ans Fenſter! In der Niſche iſt es noch hell genug, Ihre Beſchämung zu erkennen.
Pater Garzweiler trat mit der Schrift hinter die Vor⸗ hänge. Was er hier las, mußte ihm ſehr unerwartet ſein; denn erſt nach einer Weile kam er merklich betreten hervor, er, der ſo leicht nicht zu überraſchen war. Er ſchwieg über den Inhalt, ſprach kein Wort zu ſeiner Ver⸗ theidigung und ſuchte nur ſeiner Gegnerin mit einem zurücktreffenden Vorwurfe beizukommen. Indem er die Gräfin mit ſeinen durchdringenden Augen ſpöttiſch an⸗ lächelte, ſagte er, die Schrift zurückreichend:
Vom Staatsminiſter Biſchofswerder,— ein diploma⸗ tiſches Aktenſtück—?..
Sie meinen, wie ich dazu gekommen? lachte die
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