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Während nun der Autor den beſprochenen Stoff vor der unerwarteten Annäherung der weltgeſchicht⸗ lichen Ereigniſſe von 1848 bearbeitete, lag er wie in einem Morgentraum, in welchen die lauten Bewe⸗ gungen des anbrechenden Tages ſpielen, und den er⸗ innerungsvollen Phantaſien des Träumenden die Bil⸗ der zuwachſender Wirklichkeit beimiſchen.
So kam aus der Wahrheit und Dichtung ver⸗ gangener Zeit ein Buch für die Gegenwart zu Stande, worin der Leſer die ſtürmiſchen Bewegungen, die bald folgten, und denen er ſich ſo manchmal zu entziehen ſuchte, ohne daß er ſich ihnen doch verſagen konnte, wie in einem Speegel ferngerückt erblickte, ſodaß er die Anſprüche und die Leidenſchaften des Kampfes beſſer unterſcheiden und prüfen, mit freierer Seele Partei nehmen konnte, und endlich die Wagniſſe und Widerſprüche begeiſterter und bethörter Kampfgenoſſen zu einem Abſchluſſe geführt ſah, der freilich, indem er über dunkle Beängſtigungen erheben mochte, doch auch die hohen Erwartungen eines für das Wohl ſeines Volkes bebenden Herzens ſchmerzlich herab⸗ ſtimmte.
Auch dieſer zweite Abſchluß erfolgte nur allzu bald — ein weit betrübenderer Niederſchlag weit mehr verbreiteter und berechtigter Erwartungen, als jene waren, die der Roman darzuſtellen hatte. Unſer Buch aber, das erſt durch ſeinen Inhalt die Sym⸗ pathie der Zeitereigniſſe gefunden, verbreitete fort⸗


