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von Halle aus, die Freundin nach Prag be⸗ Ludwig war am einundzwanzigſten Tage Luiſe meldete zugleich, daß a, ſobald es ihr ſtein nehmen wür⸗
Durchreiſe, gleitet hatte. ſeiner Krankheit unterlegen. Vater die erſchütterte Lin mit ſich nach Giebichen iſchen in bewohnbaren Zuſtand geſetzt, der
ſie und der Zuſtand erlaube,
den, das inzwi trauernden Freundin den wohlthuendſten Aufenthalt, we⸗
nigſtens auf die Dauer der guten Jahreszeit, verſpreche. Lina fühle ſich von Hermann's Aeltern und Schweſter, bei denen ſie auf der Durchreiſe ſich eine Nacht ausgeruht habe, aufs innigſte angezogen, und ſehne ſich nach dem
Umgang mit ihnen.
Dieſer letzte Um maßen mit dem betrüͤ din auf ſo lange und
ſtand verſoͤhnte den Freund einiger⸗
benden Gedanken, die geliebte Freun⸗
ſo weit entfernt zu wiſſen. Und
allerdings— Frühling und Sommer auf dem herrlichen Landſitze; edle Muſik, die da zu Hauſe war; liebevolle Menſchen, denen ſich Lina ſeelenverwandt fühlte; ein Kreis ausgezeichneter Männer, die von Halle herüber ab⸗ und zugingen: gab es einen angemeßnern Aufenthalt, eine traulichere Zuflucht für eine junge Witwe, wie Lina, um ſich von bittern Erlebniſſen zu erholen, und das Herz fuͤr
die Welt zu erheitern?—— Gewiß, gewiß! geſtand ſich Hermann ein, und ſetzte
in Gedanken hinzu: Und keine geeignetere Zurückgezogenheit, um auch zwi⸗ d Hoffnung die Geſellſchaft mit einem
ſchen Erinnerung un und dann—
Trauerjahr abzufinden, was er wei⸗
Doch ſein Herz klopfte heftiger bei dem, beſchämender Vorwurf ſtieg in ſei⸗
ter dachte, und ein


