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einer Ohnmacht nahe, und wie ſie nach dem Schellenzug wankte, glaubte ſie in ihrer aufgeregten Phantaſie Her⸗ mann und Cerile Arm in Arm heranſchweben zu ſehen.* Sie faßte den Schellenzug ſo heftig, daß er abriß; ſie ſelbſt ſank bewußtlos zu Boden. 1
Nach einigen Tagen las man im Moniteur, daß Se. Majeſtät den Abſchied der Oberhofmeiſterin und des Ober⸗ kammerherrn, der ſich auf ſeinen Gütern bei Koͤnigsberg aufhalten müſſe, anzunehmen geruht hätte.
Zehntes Capitel. Rück⸗ und Nachwirkungen.
Frau Lina hatte ſich nach dem ſchmerzlich frohen Ab⸗ ſchiede von ihrem Ludwig nicht entſchließen können, nach Caſſel auch nur zu Beſuch zu kommen, viel weniger über⸗ zuſiedeln. Sie zog ſich für den Sommer auf ihren nach⸗ barlichen Weiler zurück, und lud Hermann ein, ihr die Mutter, wenigſtens auf einige Tage, zu ihrer wechſelſei⸗ tigen Beruhigung zu bringen, ihren herzlichen Dank für die Befreiung Ludwig's zu empfangen, und ſein Pferd
ſelbſt abzuholen, das, von Ludwig überritten, in der Be⸗ handlung des Thierarztes ſei.


