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Zeit meinen, Madame, ſagte er. Frauenpolitik kann mich auch nicht ſehr anfechten. Aber Eines begreife ich, daß ich es mit Ihrer Zeit nicht gut getroffen habe. Ich komme, einen zugeſagten Dank zu holen, wo Sie ge⸗ rade einen zäͤrtlichen Dank ſelbſt zu empfangen ſich ge⸗ ſchmückt und— ſo reizend verjüngt haben.
Ich verſtehe Sie nicht, Sire!
Ei, erwiderte er mit boshaftem Lächeln, iſt hier ne⸗ benan nicht das Boudoir, wo bei meinem frühern uner⸗ warteten Beſuche der junge Sprachmeiſter mit Adelen Le Camus ein Stündchen verſteckt war? Damals gab er Unterricht, heut wird er mit ſeinem Danke warten. Ich will ihm die Zeit ja nicht länger machen!
Er griff nach dem abgelegten Hut. In demſelben Augenblicke zuckte die Gräfin zuſammen, leichenblaß, die Hand an ihr Herz gedrückt. Dann nach einigen Augen⸗ blicken der Faſſung ſich erhebend, hochgetragen und mit einem Blicke der Verachtung ſchritt ſie, die Thür des Boudoirs zu öffnen.
Jeröme lachte laut auf.
Ha! rief er, ich weiß es zu ſchätzen, daß Sie mich überzeugen wollen!
Die Gräfin ging ebenſo ſchweigend, die Salonthür aufzumachen. Dann ſagte ſie, anfangs nicht ohne Beben in Stimme und Bewegung, bald aber mit all' ihrem fürſtlichen Stolze:
Ja, ich habe Ew. Majeſtät überzeugen wollen, daß kein Domeſtik in der Nähe iſt, wenn ich Ihnen Lebewohl ſage. Ich übergehe den eben ausgeſprochenen Argwohn, Sire, an den Sie ſelbſt nicht glauben, der nur eine


