ſeinen etwas verdüſterten Kopf ſo weitläufig, daß er lie⸗ ber abbrach, aber mit deſto lebhafterer Unzufriedenheit verſetzte:
Und von dieſer ſogenannten Mademoiſelle Cecile hat ſich unſer Hermann ſo einnehmen laſſen?
Kennen wir ſie denn, Ludwig? entſchuldigte Lina. Sie iſt ja erſt ſeit kurzem hier.
Und doch ſchon lang genug ein iihſelhañts Geſchöpf für Alle, die von ihr wiſſen,— eine Verwandte der Madame Simeon! Und ſogar von dieſer Weltdame wird ſie den caſſeler Cirkeln vorenthalten, weil ſie ſelbſt für dieſe unheimlichen Kreiſe noch zuviel Geheimniß hinter ſich hat.
„Es liebt die Welt das Strahlende zu ſchwärzen“, wie der Dichter ſagt, lieber Ludwig, bemerkte Lina. Lie⸗ ber, kluger Mann, ſollten wir nicht gerade aus dieſer Zurückhaltung auf ein ernſtes, edles Mädchen ſchließen, das keinen Sinn, kein Herz für die caſſeler Geſellſchaft hat? Das nicht eingeführt ſein will?
Eine junge Pariſerin? fiel Ludwig ein. Gib Acht, Lina, und borge ihr nicht zuviel von deinem Herzen. Ich ſage dir, ſie hat keinen Credit, ſie bleibt dir ſchul— dig.—— Und, geſetzt auch, es hätte kein beſonderes Häkchen damit, ſ thut mir's leid, daß Hermann ſich auf dieſem Wege von uns losmacht. So ſehr ich ihn ſchätze und liebe, ſo mag ich doch um ſeinetwillen keine Fran⸗ zöſin in unſern vier Wänden, in unſern herzlichen Stun⸗ den, ſie mag ſo talentvoll, ſo glänzend begabt ſein als ſie will.
Lina war weniger von dieſem Einwand als von dem


