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zimmer begrüßte, flüchtig geſchehen, und wäre ſonſt viel⸗ leicht, wie die ganze Salongeſchichte, im Rauſche des lu⸗ ſtigen Spätabends vergeſſen worden. Für Lina war es aber zu wichtig, als daß es ihr über Nacht nicht im Ge⸗
müth gelegen hätte. Allein ſie erinnerte ſich nicht weniger aauch alles Deſſen, was zwiſchen ihr und ihrem Manne wegen Vermeidung allen Umgangs mit Madame Simeon ſchon früher verabredet war, und ſuchte jetzt mit einem raſchen, heitern Anlauf darüber hinauszukommen. Sie berief ſich gleich ſelbſt auf jene Verabredung, erklärte aber, es ſei von keinem Umgang, ſondern blos von einem leichten Beſuche die Rede; ſie wolle ſich ausdrücklich auch bei Mademoiſelle Heberti und nicht bei Madame Simeon melden laſſen.— Und, ſetzte ſie hinzu, wäre die Frau Excellenz durchaus nicht zu umgehen, ſo nehme ich es oder gebe es vielmehr für einen Ehrenbeſuch auf die wiederholten Einladungen, die wir nicht ſo glücklich ge⸗ weſen ſind annehmen zu können. Denn eigentlich, lieber Ludwig, haben wir uns darin doch eine unziemliche Ver⸗ nachläſſigung zu Schuld kommen laſſen. Wir hätten we⸗ nigſtens das Gebräuchliche thun müſſen.
Ludwig's Widerwillen und jene Verabredung bezog ſich nicht blos auf den Salon der Miniſterin Simeon, obſchon ihm gerade dieſe Dame wenig zuſagte, ſondern auf die ganze höhere Geſellſchaft, vor deren Ton und Treiben, wie vor ihren Untiefen und Wirbeln, er ſeine Frau bewahren wollte, wie ſie auch ſelbſt die entſchiedenſte Abneigung davor hatte. Aber jetzt noch einmal darauf zurückzukommen, was Alles früher im beſten Einverſtänd⸗ niß beſprochen worden, war ihm ſo verdrießlich und für


