ihres Wortes oder ſolcher Faſſung in ſeiner Unbeholfen⸗ heit. Wie Lina weiter ging, fuhr er fort:
Doch— nun ja, es iſt vorbei! Und— wenn ich's denn nun erkannt hätte, Lina!— Nein, es iſt ſo beſſer! Was hätte ich thun ſollen? Was hätt' ich vielleicht ge⸗ than? So hat mich das liebreiche Geſchöpf wahr und unbefangen geſehen, und wer weiß, ob das nicht ihre Entſchloſſenheit erleichtert hat. Aber—
Nun, Hermann? Was wollteſt du noch ſagen?
Was ich ſagen wollte—? Nun ja, es iſt doch gut, Lina, daß du mir Das geſagt haſt,— es iſt mir lieb! Es ſoll mir zugut kommen. Nun ich erfahren, welcher Schatz von Liebe in einem verſchloſſenen Mädchenherzen ruhen kann, und erſt erkannt wird, wenn man ihn be⸗ gehrt——
Er verſtummte abermal, betroffen von ſeinem Ge⸗
danken, den er ſich, auszuſprechen ſcheute. Allein Lina
errieth ihn mit einem Herzen, das mehr, als der Freund es ahnen konnte, in ſeiner Seele lebte. Aber dies Herz klopfte auch heftiger, als ſie verſetzte:
Ich verſtehhe dich, Hermann! Du meinſt Cecile und den verſchloſſſenen Schatz von Liebe, der in ihrem Her⸗ zen ruhe?
Wie hommſt du darauf, Lina? fragte er mit einem befangenen Ton, der wie ein halbes Eingeſtändniß lautete.„
Haſte du mir nicht ſoviel von Cecile geſagt, erwiderte ſte, umf dich zu verſtehen, oder vielmehr ſo wenig geſagt, um dieh aus Dem zu errathen, was du offenbar ver⸗
ſchwieggſt 2


