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und er hatte der Schweſter gedacht, die er ſich als Braut träumte, ſo ſelig, wie ihm Thereſe heut erſchie⸗ nen war.
Von dieſer— von Thereſen, ſprach er unterwegs, da er Lina nach Haus begleitete, mit ebenſo viel Lob als Befremden.
Wieviel glücklicher, liebe Lina, ſeid ihr Frauen da⸗ durch, daß ihr im Heirathen eure hochſte Lebensbeſtim⸗ mung erreicht, ſagte er; indeß wir Männer als unſere Aufgabe eine Stellung im bürgerlichen Leben, einen Wirkungskreis in der Welt erringen müſſen, in Folge deſ⸗ ſen erſt wir dann auch ans Heirathen denken mögen. Euer Beruf geht in liebendem Beglücken eines lebenden Men⸗ ſchenherzens auf; wir finden einen todten Stoff vor uns, dem wir erſt Athem einhauchen, und den wir fortwäh⸗ rend in Athem erhalten müſſen. Siehe, auch darin hängt Jedem ſeine Abkunft nach; wir ſtammen von Adam, und müſſen das Werk Gottes fortthun, der den Mann aus Lehm machte und ihm eine Seele einblies. Die Eva ward dagegen aus der Rippe des Schlafenden genommen, um liebend und beglückt an ſeiner Seite zu ruhen, und wenn er erwacht, ihn zu beglücken. Wie ſelig ſchon in dieſer Erwartung fühlt ſich dies herrliche Mädchen The⸗ reſe! Nein, was ſo ein Mädchenherz im Strahl der Liebe für einen Reichthum aus ſich entfaltet,— ich hätte mir's nimmer geträumt! Du weißt, Lina, daß ich ihr doch gleich aus den Augen ein tiefes, für Liebe empfäng⸗ liches Herz zuerkannt habe; aber von diefer Fülle einer liebenden Seele hatte ich keine Ahnung. Und uns kamen doch nur die Abfälle zugut; wie glücklich darf ſich erſt


