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blühenden Staudengewächſen, mit Myrten⸗ und Orangen⸗ bäumen ſo geſchmackvoll beſetzt, daß man durch einen Garten einzugehen glaubte, der ſich überdies durch ein Transparent täuſchend erweiterte. Durch das Wunder von Farben und Licht war den Augen der Gäſte eine Allee zu einem entfernten Tempel vorgezaubert, der freilich als Mittelpunkt der Perſpective nur den Blicken, nicht den Füßen der Beſchauer erreichbar blieb. Die Treppe in einen emporgewundenen Laubgang, einen ſogenannten Ber⸗ ceau verwandelt, führte nach einem Saale und einem Sälchen, beide prachtvoll ausgeſchmückt und mit doppelter Muſik— dort zum Tanz, hier zur Ausfüllung der Ruhe⸗ pauſen beſetzt. Ein Vorzimmer war zum Büffet mit aus⸗ geſuchten Erfriſchungen eingerichtet, und im obern Stock⸗ werk ſtanden zum Souper kleine Tiſche gedeckt.
Der König und die Königin, von der Muſik begrüßt, nahmen ihre erhöhten Sitze ein, empfingen Aufwartungen und eröffneten die Polonaiſe,— Jeröme mit der Dame des Hauſes, Katharina mit dem dazu aufgeforderten Gra⸗ fen Boochls. Die Gräfin hatte den neuen Schmuck auf decolletirter Bruſt ausgelegt, den räthſelnden Blicken trotzend,
und ſtolz zu des Königs ſehr gemeſſener Unterhaltung
umherblickend. Jeröme beſaß den Tact, auch ohne Rück⸗ ſicht auf ſeine Gemahlin, den äußern Anſtand zu wahren. So hielt er ſich auch gegen die Gräfin mit vieler Würde. Doch war ſein Gang wie immer etwas ſchwankend und gebückt neben der hochmüthigen Gräfin, und dieſe Er⸗ ſcheinung wiederholte ſich in dem äußerſt devoten, unruhig aufmerkſamen Benehmen des Grafen neben der majeſtätiſch getragenen Königin.


