Teil eines Werkes 
Bd. 3König Jerôme's Carneval : geschichtlicher Roman ; in drei Theilen : Th. 2 (1855)
Entstehung
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erräthſt nun ſchon, was er ſich von uns ausbittet, es möchte ein Sohn oder eine Tochter ſein; und du wirſt wol gegen den Namen Jeröme oder Jeröma in deinem Stamm⸗ baum nichts zu erinnern haben.

Ah! Das iſt'was Anderes! rief der Graf mit iro⸗ niſchem Aerger aus. Nun, nun, ich ſehe, wir ſtehen ſehr gut, Franziska, ſehr ausgezeichnet: wir gewähren als eine Gunſt, was Andere ſich als eine Gnade erbitten! Wir nehmen Pränumeration darauf!

Ha! Sehr geiſtreich bemerkt! ſpottete die Gräfin, in⸗ dem ſie etwas haſtig den ausgebreiteten Schmuck wieder zuſammenlegte. Sie ſind wieder einmal ſehr witzig, un⸗ gemein! Ich ſehe wohl, es iſt auch für den Witz gut, wenn er länger abweſend war: er frappirt mehr. Aber er kommt zur rechten Zeit, ſehr apropos! Ich will Ihnen ſagen, wozu Sie ihn brauchen koͤnnen. Wir müſ⸗ ſen ohne Verzug eine Fete geben. Der Koͤnig erwartet es, und wir haben noch andere Rückſichten, z. B. Morio mit ſeiner Verlobten, und Fürſtenſtein, der ſich nun bald mit der ungeſalzenen Mademoiſelle Salha erklären wird.

Ich dachte dich zu überraſchen, Franziska, entgegnete er; aber mir will das weniger gelingen. Ich hatte näm⸗ lich ſchon vor deiner Ankunft Alles zu einem exquiſiten Abende vorbereitet, womit ich deine Rückkehr feiern

wollte. Wir können es morgen, übermorgen loslaſſen,

wie du willſt, wie dir's angenehm iſt.

Guter Mann, lächelte ſie ihn mit ſo bezaubernder Freundlichkeit an, daß er die dargebotene Hand nicht un⸗ geküßt laſſen, ja nicht widerſtehen konnte, ſich an ihre üppige Bruſt zu werfen und ſie zärtlich zu umarmen.