22 mit du thueſt, oder facio ut des, ich thue, damit du gebeſt, und ſo weiter—.
Nun? Ich verſtehe Sie nicht, Herr Graf! fiel die Dame, mit dem Schmuck beſchäftigt, ein.
Ich meine nur,— an funfzehntauſend Francs,— es iſt kein Spaß, und— nun ja— wofüre frage ich. Ich glaube, Franziska—
Was glauben Sie? herrſchte ſie ihn an. Nur ver⸗ ſchonen Sie mich, wenn ich bitten darf, mit allen unwür⸗ digen Artikeln Ihres Glaubens!
Ei nun,— nun ja, ich kann mir freilich ſchon den⸗ ken, Franziska, lenkte er ein,— weißt du,— ich glaube, es iſt manchmal doch recht vortheilhaft, eine Weile ab⸗ weſend zu ſein.
Da haſt du's getroffen, lieber Leo! fiel ſie beifällig ein, und dieſer Löwenname für einen Mann, der nichts weniger als zu brüllen gewagt hätte, nahm ſich in die⸗ ſem Augenblicke ungemein poſſirlich aus.
Abweſend, ja! fuhr die Gräfin fort. Es iſt unter Umſtänden eine Klugheit, abweſend zu ſein,— ſelbſt auch geiſtesabweſend; bleibt aber auch unter Umſtänden ein ge⸗ wagtes Spiel: wenn man nicht vergeſſen wird, wird man recherchirt. Ich hab's gewagt!
Kühn, wie Ulrich von Hutten! lächelte Boochls mit ver⸗ biſſener Empfindlichkeit,— jacta est alea!
Laß mich mit deinem Latein! fuhr ſie fort. Und dann mußt du noch bedenken, Leo, der Schmuck iſt ſozuſagen ein Arreſt, ein Beſchlag auf die Gevatterſchaft. Der König hatte mich, wie ich dir ſagte, zu ſprechen ge⸗ wünſcht. Sein gnädiges Anliegen war— Nun, du
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