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ſchaft, die ſich in ſo leicht erreichbarer Ferne hält, von der Reſidenz, die ſo nahe gelegen, ſich doch für hier ver⸗ ſteckt, hätte man nur den reinſten Duft ihrer Freuden für die Stunden, da man die Menſchen ſelbſt nicht brau⸗ chen könnte.
Brauchen! Da haben Sie Recht, mein Freund! rief die Gräfin aus. Das iſcht ja die geſellſchaftliche Wider⸗ wärtigkeit, daß man ſo oft Derjenigen nicht los wird, die man nicht brauchen kann, und Jener nicht habhaft wer⸗ den kann, nach denen man ſich ſehnt. Sie bringen mich zugleich auf ein gutes Apropos. Ich hätte— ein An⸗ liegen, lieber Baron, an die Freundſchaft oder an die Excellenz. Vielleicht finden wir nach der Tafel ein Vier⸗ telſtündchen dafür. Es gilt einen jungen Mann, den Sie vielleicht doch brauchen könnten,— einen Deutſchen, ver⸗ ſteht ſich,— einen Preußen ſogar. Es iſcht eine inter⸗ eſſante Geſchichte; wenn ich in meiner ſentimentalen Stim⸗ mung bleibe, erzähle ich Ihnen etwas davon.
Bülow verneigte ſich, und ſagte mit einem ſchalkhaf⸗ ten Blick auf den neuen Frauenorden:
Wenn dieſe gekreuzten Schwerter Herzensgeheimniſſe durchlaſſen, meine Gnädigſte—!
Nun, Herzensgeheimniſſe gerade nicht, entgegnete ſie. Aber mit der Decoration da haben Sie Recht: es iſcht ein wunderliches Sinnbild für Frauen! Zwei gekreuzte Schwerter! Von dem Orden wurde ſchon früher geflü⸗ ſtert, aber—!
Sie ſchwieg mit bedenklichen Kopfſchütteln, und Bülow ſcherzte: Ich kann mir das Zeichen nur auf den Kampf 2*


