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ſchöner als die andere, und alle vom Vater her mit der Gabe des Geſangs ausgeſtattet.
Baßſänger war dieſer Lanius? fragte Ludwig, und
zu Hermann:
Ob wol ſolch' ein Glück auch einem Bariton zu Theil werden kann?
Hermann lächelte, und gegen die Mutter gewendet ſagte er:
Und wie ſieht's mit dieſen ſieben aus? Sie haben alle poetiſche Augen; wenn man poetiſch nennen kann, was Empfindung und Phantaſte in Bewegung ſetzt und mit Erwartung beſchäftigt.
Wirklich? erwiderte die Mutter. Nun, ihr könnt euch beim Herrn Doctor bedanken, Kinder. Ich kenne ſie nur nach der Proſa ihrer Hände: ſie kochen gut, bügeln hübſch, nähen fein, ſtricken egal und ſticken ſauber; einige ſchla⸗ gen ein wenig das Klavier, ſingen thun ſie alle bei einem geſelligen Lied, aber Verſe machen ſie nicht, ſondern nur Ferſen in die Strümpfe für ſich und den guten Papa. Das ſind nun lauter vergängliche Werke; dennoch war den guten Kindern eine gewiſſe Unſterblichkeit zugedacht. Mein ſeliger Vater nämlich, Profeſſor Gatterer in Göt⸗ tingen, dem die Welt ſoviel Verdienſt um die hiſtoriſchen Wiſſenſchaften zugeſteht, ging mit dem Gedanken um, ſei⸗ nen Enkelinnen zu Lieb den Siebenjährigen Krieg zu be⸗ ſchreiben, und wollte jedem Kriegsjahr den Namen einer meiner Töchter vorſetzen. Leider kam es nicht zur Aus⸗
führung! Und wie gut iſt das, Frau Oberappellationsräthin! verſetzte Hermann. Wenn die liebenswürdigen Töchter
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