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ſcheint, daß man damit nicht ohne Schulden und was noch ſchlimmer wäre— ohne Schuld fertig werden könnte? Dabei iſt Alles wohlfeil, was zu den eigentlichen Lebens⸗ bedürfniſſen gehört— die Wohnungen vielleicht ausge⸗ nommen, die hoch getrieben ſind.
Und der Kaffee! bemerkte die Mutter. Ich höre, auf Wilhelmshöhe— nun ich nenne es immer noch ſo!— koſtet die Portion einen halben Thaler. Da ſoll man ſich doch lieber aufs Maul ſchlagen!
Die Beſoldungen ſind hoch genug, erwiderte Ludwig— man köͤnnte ſagen, ſo hochbeinig, daß ſie das Einkommen des Koͤnigreichs überſchreiten. Nur den Aufwand des üppigen Lebens können ſie nicht einholen. Dieſer eilt mit Glück und Ehre, mit Liebe und Treue davon. Es iſt, als ob man von dem Vorgefühl, keine Zukunft zu haben, hingeriſſen, die Gegenwart im tollſten Taumel erſchöpfen und bis aufs Mark ausſaugen wollte. Vom Throne fällt Prunk und Luſt auf die obern Stufen, von dieſen auf die folgenden und gewinnt nach dem Geſetze der Schwere eine wachſende Gewalt. Der Hof nöthigt zum Aufwand, der Aufwand drängt in Schulden, die Schulden reizen zur Sittenloſigkeit. Dann wieder aufwärts ſteigend macht die Sittenloſigkeit leichter Schulden; dieſe fördern den Aufwand, und der Aufwand bringt Gunſt bei Hofe. Das ſind die Engel, die auf unſerer Himmersleiter auf⸗ und nieder⸗ ſchweben; nur daß wir ſie nicht, wie der Patriarch Jakob, blos im Traume ſehen.
Da du doch von Engeln ſprichſt, lieber Mann, ſo will ich euch als erquickendes Amen zu eurer unerbaulichen Be⸗ trachtung einen Vorſchlag thun, ſagte Lina. Kommt, wir


