Ein mehr buſchiger als großer Park, mehr ausge⸗ dehnte als gepflegte Blumengärten, ein Obſtgarten, deſſen Früchte mehr als einmal die Ehre hatten, auf den kö⸗ niglichen Tafeln zu figuriren, der murmelnde und durch⸗ ſichtige Bach, deſſen Heilkraft für Wunden Ambroſius Paré bekannt gemacht, dann eine elegante und bequeme Einrichtung, ſeltene Eigenſchaften alter Schlöſſer— alles dies machte aus dem kleinen Beſitzthume einen glückſeligen Aufenthalt, der von den Hofleuten beneidet ward.
Auf der Rückkehr von einer Jagd hatte König Karl IX. dieſes Schloß heimlich beſucht, das damals zu verkaufen war. Er hatte es für Marie Touchet, ſeine Maitreſſe, gekauft, damit ſie, geſichert vor der Eiferſucht Katharinens von Medicis, gefahrlos den zweiten Sohn erziehen konnte, den ſie dem Könige ſoeben geſchenkt hatte. Dieſer Sohn war das einzige männliche Kind des Königs, weil der Tod, ein verdächtiger Tod, wie viele Leute ſagen, ihm den erſten Sohn der Marie Touchet und ſeine legitime Tcochter, die ihm ſeine Gattin, Eliſabeth von Oeſterreich, geboren, geraubt hatte.
Aber Karl IX. ſollte nicht lange die ſüßen Vater⸗ freuden genießen, er ward ſeinen Vätern in Saint⸗Denis beigeſellt, und Marie Touchet, die ſich mit Meſſire Franz von Balzac d'Entragues verheirathete, brachte Sohn und Schloß ihrem Gatten zur Morgengabe.
Den Sohn hatte Heinrich III., wie wir wiſſen, ſorg⸗ fältig erzogen; das Schloß ward von Herrn von En⸗ tragues anſtändig erhalten, und die beiden Gatten ver⸗


