1.
Das Haus d'Entrangues.
Hundert Schritte von dem Dorfe, das jetzt Ormeſſon heißt, erhob ſich einſt ein Schloß, aus dem man einen Weiler, oder vielmehr Schloßtheile gemacht hat. Zu der Zeit aber, in die unſere Erzählung fällt, war dieſes Schloß noch ganz; es hatte noch ſeine kleinen, aus Ziegelſteinen erbauten, viereckigen Thürme, ſeine Gräben mit friſchem, klaren Waſſer, und ſeine in der Zeit Ludwigs IX. errich⸗ teten Bruſtwehren.
Aus den Fenſtern des Thurms, und ſelbſt von der Terraſſe, hatte man eine reizende Ausſicht auf jene lachen⸗ den Hügel, welche die Ebene von Saint⸗Denis wie ein Gürtel von Gehölz und Weinbergen umgeben.
Die Lage des kleinen Schloſſes war reizend. Die fruchtbaren Felder brachten die ſchönſten Früchte und die herrlichſten Blumen der ganzen Gegend hervor. Fünfzig Jahre nach ſeiner Erbauung war das Schloß zu drei Viertheilen von dem Laubwerke der Pappeln und Pla⸗ tanen bedeckt, die wetteifernd ihre bebuſchten Häupter bis zu den Zinnen des Thurmes erhoben.
1-


