brachten in demſelben die heißen Tage des Sommers, wenn ſie nicht auf ihre einträglichere Beſitzung gingen, die man den Wald von Malesherbes nannte.
Seit den Zeiten der Ligue war Ormeſſon ein gefähr⸗ licher, aber ſehr bequemer Aufenthalt geworden; gefähr⸗ lich, wenn die Herren deſſelben treue Anhänger des Königs Heinrich IV. waren. Denn die mit den Spaniern ver⸗ bündete Ligue ſchob unaufhörlich ihre Bataillons in die Ebene von Saint⸗Denis hinaus, um Paris zu ſchützen, das ſtets von dem ſtreitigen Könige bedroht wurde. Dann wehe den Eigenthümern, die nicht Liguiſten waren! Aber die Entragues waren nicht nur mit Herrn von Mayenne, ſondern auch mit der Ligue und den Spaniern ſehr be⸗ freundet.
Wie Crillon geſagt, hatte Frau von Entragues Hein⸗ rich III., dem ganz Frankreich zujauchzte, kaum tolerir und ſie benutzte die gegen Heinrich IV. erhobene Oppofi⸗ tion, um dieſen Fürſten nicht anzuerkennen, der übrigens unbekümmert um ihre Einwilligung tapfer ſein Königreich eroberte. Jeder neue Sieg brachte Marien Touchet neuen Kummer, und den heftigſten verurſachte ihr das Benehmen des Grafen von Auvergne, ihres Sohnes, der dem Gluͤcke Heinrichs IV. folgte, und ſich bei Arques tapfer für die⸗ ſen Bearner geſchlagen hatte, der, wie Frau pon Entra⸗ gues behauptete, ihm den Thron ſtehlen wollte.
Da der Aufenthalt auf dem Schloſſe den Beſitzern nicht gefährlich wurde, war er ihnen um ſo bequemer. Die Nähe von Paris brachte ſtets zahlreiche, wenn auch


