11 gen der Kleinheit ihrer Behalter; zahlloſe Kaninchen lebendig und todt.
Wie lieblich war der Fiſchmarkt mit ſeiner kühlen, erfriſchenden, wie Silber glänzenden Waare, welche eine Art Mondſchein⸗Wirkung übte, ausgenommen die rothen Hummern. Dann die Spaziergänge unter den Wegen voll duftenden Heus, mit ihren Fuhrleuten und Hunden, die ermüdet im ſüßen Schlafe dalagen und des Paſteten⸗ bäckers und des Wirthshauſes vergaßen. Aber nie war es unſerm Pärchen ſo wohl, als wenn ſie an einem ſchö⸗ nen Sommermorgen zu den Dampfbooten hinab gingen. Da lagen ſie, Seite an Seite, dem Anſcheine nach für immer feſt an einander gedrückt, aber doch argliſtig nach einem Hinauskommen ſpähend, und dazu in der Ueberzeugung, daß es ihnen bald gelingen werde, die chaaren von Paſſagieren, und die haſtig am Bord gebrachte Menge des Gepäcks fortzuſchaffen. Kleine Dampfboote ſchoßen unaufhörlich auf und ab. Reihen von Schiffen, hunderte von Maſten, Labyrinthe von Tauwerk, rieſigen Segeln, plätſchernden Rudern, dahin⸗ 4 gleitenden Barken, verſunkene Pfähle mit Wohnungen für die abſcheulichen Ratten in ihren ſchlammigen Ni⸗ ſchen, Kirchthürme, Magazine, Hausdächer, Bogen, Brücken, Männer, Weiber und Kinder, Fäſſer, Krah⸗ nen, Kiſten, Pferde, Kutſchen, Müſſiggänger und flei⸗ ßiger Arbeiter— das Alles war an jedem Sommer⸗ morgen ſo bunt durcheinander gemiſcht, daß Tom nicht
vermochte, es aus einander zu wirren.
In der Mitte all' dieſes Getümmels toste es un⸗ aufhörlich aus dem Rauchfange eines jeden Paketboots, was die höchſte Belebung der Scene verurſachte. Sie ſchienen alle zu athmen und, und gleich den Paſſagieren, mit einander zu plaudern. Sie ſchnaubten in ihrer eigenen heiſern Weiſe ohne Unterlaß und ärgerlich:„So beeilt Euch doch, daß es einmal vorwärts geht. ⸗ O, Du mein Gott, wir kommen ja nicht vom Platze! beeilt
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