Teil eines Werkes 
14.-17. Th. (1844)
Entstehung
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. 10 ſonders lebhaft herging, und er fand ſich daher haͤufig auf den Marktplätzen, Brücken, Kais und Dampfboot⸗ Werften ein, denn die Leute, welche ſich dort in ihren vielfachen Geſchäfts⸗ und Vergnügens⸗Entwürfen dräng⸗

ten, boten einen ſo bunten und lebendigen Anblick dar,

und es machte Tom Freude, zu denken, welch' großer Abſtand zwiſchen dieſem Treiben und dem eintönigen Stadtleben ſey.

Auf den meiſten ſeiner Morgenſpaziergänge beglei⸗ tete ihn Ruth. Da ihr Hauswirth ſtets ſehr früh aus⸗ und ſeinen Geſchäften, welche niemand zu kennen ſchien, nachging und immer abweſend war, ſo ſtimmten die Ge⸗ wohnheiten der Leute des Hauſes, in welchem ſie wohn⸗ ten, mit ihrem eigenen überein. In der Regel war ihr Frühſtück um ſieben Uhr ſchon beendet, und ſie gingen dann hinauns in die Sommerluft. Nachdem ſie aber ein paar Stunden mit einander umher gegangen waren, trennten ſie ſich an einer bequemen Stelle, Tom ging nach dem Temple, ſeine Schweſter nach Hauſe.

Manchen und manchen vergnügten Spaziergang

machten ſie nach dem Covent⸗Garden⸗Markte, ſogen den Wohlgeruch der Fruchte und der Blumen ein, und be⸗ wunderten die herrlichen Ananas und Melonen. Da waren ganze Alleen durch Reihen alter Weiber gebildet, die auf ihren umgekehrten Körben ſaßen und Erbſen ausſchoteten. Wie verlockend ſahen nicht die Bündel fetter Spargel aus, mit welchen die leckeren Laden be⸗ ſetzt waren und die Thüren der Gemüshändler, die noch nach der ungekochten Kalbfleiſchzuwage dufteten.

Dann die vielen angenehmen Gänge nach den Ge⸗ flügelmärkten, wo Enten und Hühner, paarweiſe und zum Kochen bereit, mit unnatürlichen Hälſen ausgeſtreckt lagen, wo die Eier aus den Mooskörben lachten, und weiße Landwürſte durch die noch lebenden Katzen, Hunde, Pferde und Eſel über alle Beſchimpfung erhoben wurden.

Welch' Maſſe von Käſen, lebendigen Vögeln, in Ställen und Käfigen, unnatürlich groß erſcheinend, we⸗

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